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Info Schweinegrippe

Die Betriebsärztin informiert zum Thema Schweinegrippe

Das Virus der Schweine- oder auch Neuen Grippe (A/H1N1) ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) nicht nur von Schwein zum Menschen, sondern auch von Mensch zu Mensch übertragbar. Da die Verbreitung des Neuen Grippevirus mittlerweile weltweit erfolgt und eine Übertragung von Mensch zu Mensch in verschiedenen Ländern geschieht, spricht die WHO (Weltgesundheitsorganisation) nun von einer Pandemie (Phase 6). Das RKI rät zu einigen Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln, die wir hier für Sie zusammengefasst haben:

aboutpixel.de - Arnim Schindler

Die Übertragung des Virus geschieht auf dem Weg der Tröpfcheninfektion. Die Eintrittspforten sind die Schleimhäute, besonders von Mund, Nase und Augen. Um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden, wird während Bestehen der Pandemie empfohlen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten, insbesondere bei Kontakten zu Reiserückkehrern und bei vielen Kontakten zu anderen Personen, z. B. in Schulen, größeren Betrieben, etc. .
Beispiele hierfür sind das Vermeiden von Händegeben, Anhusten und -niesen, und Berührung der (eigenen) Nase, Mund und Augen mit den Händen. Weiter sollte nicht in die Hand, sondern in ein Taschentuch (oder Ärmel) gehustet werden, benutzte Taschentücher (Einmaltaschentücher) sollten möglichst sofort sicher entsorgt (z. B. in eine Plastiktüte) werden. Die Hände sollten gründlich mit Wasser und Seife nach direkten Personenkontakten, einem Toilettenbesuch und vor der Nahrungsaufnahme gewaschen werden. Geschlossene Räume sollten regelmäßig gelüftet werden. Auch bei der Gebäudereinigung in den Unternehmen sollten besonders Türklinken und Treppengeländer Berücksichtigung finden, da hier ein reger Keimaustausch erfolgt.
Generell sollten größere Menschenansammlungen und Großveranstaltungen gemieden werden.

Bei Auftreten von Grippesymptomen wie

  • Plötzlich auftretendes, hohes Fieber (>38°C)
  • Trockener Reizhusten

Ggf. auch:

  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Schüttelfrost
  • Durchfall

sollte umgehend der Hausarzt telefonisch kontaktiert und - je nach Vereinbarung - konsultiert werden. Der/die Betroffene sollte möglichst im häuslichen Bereich bleiben und nicht den Arbeitsplatz oder medizinische Einrichtungen besuchen. Auf Körperkontakt sollte während der Erkrankung, bzw. während ein Erkrankungsverdacht besteht, verzichtet werden. Kon-taktpersonen werden gebeten, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Der berufliche Kontakt mit Erkrankten ist auch unter Einhaltung der o.g. Hygienemaßnahmen unter Ergänzung des Tragens von Einmalhandschuhen, Atemschutz (wir empfehlen FFP2-Masken) und Schutzbrille auf ein Minimum zu beschränken. Dies gilt z.B. im Bereich der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege, Arztpraxen, sowie in betreuten Wohnheimen und -gruppen.

Es steht jetzt ein passender Impfstoff zur Verfügung, der über die niedergelassenen Ärzte oder über den zuständigen Betriebsarzt verabreicht wird. Die entsprechenden Impfempfehlungen und Informationen zur Aufklärung finden Sie unter www.rki.de.

Die Unternehmen sind nicht verpflichtet, einen Pandemieplan zu erstellen, jedoch wird dies empfohlen. Eine Handlungshilfe mit umfassenden Informationen lassen wir Ihnen auf Wunsch gern zukommen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internet-Seite des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de

Diesen Artikel finden Sie auch in unserem Flyer-Download.