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Vorsicht, Zecken!

Risiko Zeckenstich – Was gibt es zu beachten?

Zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören die LymeBorreliose (kurz Borreliose) und die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (kurz FSME). Sie unterscheiden sich nicht durch den Übertragungsweg, sondern durch den Erreger.

Beide Erreger können bei einem Zeckenstich in unseren Körper übertragen werden. Während gegen das FSME-Virus geimpft werden kann, ist gegen die Borreliose-Bakterien derzeit keine Impfung möglich.


Die Borreliose...

  • ...kommt flächendeckend in ganz Deutschland vor.
  • ...wird durch Bakterien verursacht.
  • ...kann mit Antibiotika behandelt werden.
  • ...kann bleibende Schäden zur Folge haben.
  • ...kann bisher nicht durch Impfung verhütet werden.
  • ...führt nicht zur Immunität.
  • ...kann in 3 Stadien verlaufen oder in jedem Stadium auftreten.

10-30 % der Zecken sind mit Borrelien durchseucht.

Mögliche Folgen: Gelenkschwellung, rheumaähnliche Beschwerden, Nervenschädigungen

Das Fehlen einer Wanderröte schließt eine Borreliose nicht aus!

Die FSME...

  • ...kommt schwerpunktmäßig in Risikoge­bieten vor (verstärkt in den südlichen Bundesländern).
  • ...wird durch das FSME-Virus verursacht.
  • ...kann nur symptomatisch behandelt werden.
  • ...kann bleibende Schäden bis zum Tod zur Folge haben.
  • ...kann durch Impfung verhütet werden.
  • ...führt zur Immunität.
  • ...verläuft meist in 2 Phasen.

Bis zu 5 % der Zecken sind mit FSME-Viren infiziert.

Mögliche Folgen: Lähmungen, Bewusstseinsstörungen, Tod


Wie kann ich mich vor einem Zeckenstich schützen?

  • Körperbedeckende, geschlossene Kleidung verringert das Risiko, dass Zecken überhaupt auf die Haut gelangen können
  • Helle Kleidung lässt sich leichter nach Zecken absuchen
  • Nach einem Stich müssen die Zecken möglichst schnell entfernt werden, um das Risiko von Infektionen und Erkrankungen zu minimieren
  • Warme, feuchte und gut durchblutete Körperstellen, wie Kniekehlen, Leisten oder Achselhöhlen, werden von Zecken besonders gerne aufgesucht
  • Zeckenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut oder die Kleidung nutzen

Ich bin beruflich überwiegend in der Natur (z. B. im Forst) unterwegs. Welche Vorsichtsmaßnahmen muss ich oder insbesondere auch mein Arbeitgeber treffen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt eine FSME-Impfung für beruflich gefährdete Personen (z. B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft), soweit sie in Endemiegebieten tätig sind.

Nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) hat der Arbeitgeber auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung für eine angemessene arbeitsmedizinische Vorsorge zu sorgen. In vielen Fällen wird sich nach dieser Verordnung für bestimmte Berufsgruppen, Tätigkeiten und Expositionsbedingungen eine Pflichtvorsorge ergeben. Dabei hat der Arbeitgeber zu veranlassen, dass in Endemiegebieten nach entsprechender ärztlicher Beratung ein Impfangebot (FSME) unterbreitet wird.

Entwickelt sich nach dem Zeckenstich eine Borreliose oder FSME, wird dies unter bestimmten Voraussetzungen von Ihrem Unfallversicherungsträger als Berufskrankheit Berufskrankheiten anerkannt: Wichtig ist hierfür entweder der Nachweis eines konkreten Zeckenstichs oder die Ausübung einer beruflichen oder sonst versicherten Tätigkeit, bei der ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko im Verhältnis zu privaten Tätigkeiten vorliegt. Dies trifft in der Regel bei besonders gefährdeten Personengruppen aus besonders gefährdeten Tätigkeitsbereichen, wie z. B. Land und Forstwirte, Beschäftigte in der Wasserwirtschaft, der Grünpflege, dem Gartenbau, dem Straßenunterhalt oder der Umweltbildung zu. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arbeitgeber oder Ihrem Betriebsarzt.

Trotz Vorsichtsmaßnahmen wurde ich von einer Zecke gestochen. Wie kann ich sie fachgerecht entfernen?

Eine Zecke entfernen Sie am besten mit einem Zeckenentferner oder einem anderen geeigneten Werkzeug – bitte niemals mit Öl, Klebstoff oder Kältespray!


Laden Sie sich auch gerne unser dazugehöriges Merkblatt herunter: Vorsicht, Zecken!

evers vorsicht zecken


Gerne unterstützt evers Sie bei der Beratung und Planung der FSME-Impfungen für Sie und Ihre Arbeitnehmer! Melden Sie sich dafür einfach gerne bei uns:

Telefon:           0531 35444-0
Telefax:            0531 35444-54
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Bildquelle: Image by Catkin from pixabay

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